Schweiz
Krankenkasse

EVP gegen SP-Prämieninitiative und für Mitte-Kostenbremse

EVP gegen SP-Prämieninitiative und für Mitte-Kostenbremse

23.03.2024, 17:3123.03.2024, 17:31

Die Evangelische Volkspartei (EVP) hat an ihrer Delegiertenversammlung vom Samstag in Winterthur die Ja-Parole zur Kostenbremse-Initiative der Mitte-Partei und die Nein-Parole zur Prämienentlastungsinitiative der SP beschlossen. Die Kosten sind für sie nicht vertretbar.

Das Nein erfolgte mit 50 zu 42 Stimmen, teilte die EVP mit. Die jährlichen Mehrkosten der Initiative, welche die Last der Krankenkassenprämien auf zehn Prozent des verfügbaren Einkommens beschränken will, würden 3,5 bis 5 Milliarden Franken pro Jahr betragen. Angesichts der Finanzlage des Bundes sei das nicht verkraftbar.

Lilian Studer, EVP-AG, spricht an der ausserordentlichen Session der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 11. April 2023 im Nationalrat in Bern. Die ausserordentliche Session wurde einberufen, um uebe ...
Die EVP-Parteipräsidentin Lilian Studer war von 2019 bis 2023 Aargauer Nationalrätin.archivBild: keystone

Für Kostenbremse-Initiative

Hingegen stellten sich die EVP-Delegierten mit 67 zu 25 Stimmen hinter die Kostenbremse-Initiative der Mitte, mit welcher die EVP im eidgenössischen Parlament eine Fraktionsgemeinschaft bildet. Fehlanreize und Kostentreiber im Gesundheitswesen seien strukturell zu bekämpfen. Dazu müssten sich alle Gesundheitsakteure verpflichten. Beide Initiativen kommen am 9. Juni zur Volksabstimmung.

Die im September auf der Abstimmungsagenda stehende Reform der Berufsvorsorge empfehlen die EVP-Delegierten mit 90 zu 21 Stimmen zur Annahme. Sie öffne die Pensionskassen für wenig Verdienende und Teilzeitbeschäftigte. Der gesenkte Umwandlungssatz reduziere die systemwidrige Umverteilung von Jung zu Alt.

In ihrer Absprache hielt Parteipräsidentin Lilian Studer fest, die 13. AHV-Rente dürfe nicht über höhere Lohnprozente oder Mehrwertsteuern finanziert werden, um die arbeitende Bevölkerung nicht noch stärker zu belasten. Die EVP stelle deshalb eine nationale Erbschaftssteuer zur Diskussion.

(dsc/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5
Innerrhoder Landsgemeinde wählt Pius Federer zum neuen Landammann
Die Innerrhoder Stimmberechtigten haben an der Landsgemeinde in Appenzell am Sonntag Pius Federer zum neuen Landammann gewählt. Der Unternehmer aus Oberegg folgt auf Roland Dähler im Volkswirtschaftsdepartement. Das kantonale Veloweggesetz führte zu mehreren Wortmeldungen und wurde zurückgewiesen.
Der 55-jährige Pius Federer war der einzige Kandidat, der bereits im Vorfeld zur Landsgemeinde seine Kandidatur für die Nachfolge von Roland Dähler (parteilos) bekannt gegeben hatte. An der Landsgemeinde selbst wurden spontan zwei weitere Kandierende aus dem Ring gerufen und galten damit ebenfalls als vorgeschlagen: Kathrin Birrer, Präsidentin des Innerrhoder Grossen Rates (Parlament) sowie Grossrat Bruno Huber.
Zur Story